Die Performance Hexagon – Herrgotts Kegelspiel verbindet Zeichnung, Wiederholung und Landschaft zu einer künstlerischen Untersuchung von Zeit, Erinnerung und Transformation. Im Zentrum der Arbeit steht eine Figur, die während der Performance immer wieder neu gezeichnet wird. Jeder Entwurf gleicht dem vorherigen und unterscheidet sich doch in feinen Nuancen. Durch diesen fortlaufenden Prozess entsteht ein lebendiges Bild des Wandels: Die Zeichnung wird nicht als abgeschlossenes Werk verstanden, sondern als fortwährende Bewegung zwischen Entstehen und Verschwinden. Untermalt wird das Schauspiel mit einem Chor (Chorleiterin Dagmar Hein).
Der Titel verweist auf die charakteristischen Vulkanberge des Hegaus, die als «Herrgotts Kegelspiel» bekannt sind. So wie diese geologischen Formationen aus vulkanischen Kräften hervorgegangen und dennoch individuell geprägt sind, so entwickelt sich auch die gezeichnete Figur durch Wiederholung und Veränderung. Das Hexagon dient dabei als Symbol für natürliche Ordnung, Vernetzung und Wachstum.
Die Performance schafft eine Verbindung zwischen geologischer Zeit und künstlerischer Geste. Linie für Linie entsteht ein Spannungsfeld zwischen Beständigkeit und Veränderung, zwischen individueller Wahrnehmung und kollektiver Erinnerung. Die immer wiederkehrende Figur wird zum Resonanzraum für Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und den Prozessen, die unsere Wahrnehmung von Welt prägen.
Hexagon – Herrgotts Kegelspiel lädt das Publikum ein, den Akt des Zeichnens als performativen Prozess zu erleben und die Beziehung zwischen Landschaft, Körper und Zeichen neu zu entdecken.
Malaktion mit Chor zu jeder vollen Stunde | 18:00 - 18:30 / 19:00 - 19:30 / 20:00 - 20:30 / 21:00 - 21:30 / 22:00 - 22:30 Uhr
Live
Chorauftritt | 23:00 - 23:30 Uhr
Vorführung
Geöffnet | 17:00 - 00:00 Uhr